Domain-Migration

Eine Domain erfolgreich zu migrieren klingt oft einfacher, als es in der Praxis ist. Hinter dem simplen Begriff „Domain-Umzug“ steckt eine ganze Reihe von Schritten. Kennst du alle?

Der umfassende Leitfaden für einen reibungslosen Umzug

Eine Domain erfolgreich zu migrieren klingt oft einfacher, als es in der Praxis ist. Hinter dem simplen Begriff „Domain-Umzug“ steckt eine ganze Reihe von Schritten, die fehleranfällig sind – und Fehler können im schlimmsten Fall zu Ausfallzeiten, Rankingverlusten oder Datenverlust führen.

Ob du den Provider wechselst, den Domainnamen änderst oder mehrere Domains zu einer zusammenführst – eine gute Vorbereitung und strukturierte Umsetzung sind der Schlüssel.


1. Warum Domains migriert werden

Die Gründe für eine Domain-Migration sind vielfältig:

  • Wechsel des Hosting-Anbieters – z. B., weil die Performance nicht mehr stimmt, der Support unzufriedenstellend ist oder bessere Konditionen winken.
  • Namensänderung – etwa wegen eines Rebrandings oder weil der bisherige Name zu lang oder unpassend ist.
  • Zusammenführung mehrerer Domains – um SEO-Kraft zu bündeln und Besuchern eine klare Anlaufstelle zu bieten.

💡 Tipp: Hinterfrage vorab, ob eine Migration wirklich nötig ist. Manchmal reicht auch ein Wechsel des Hosting-Pakets beim aktuellen Anbieter, was oft weniger Risiko birgt.
Beispiel: Wenn nur die Performance leidet, kann ein Upgrade auf einen leistungsstärkeren Tarif beim selben Provider schon helfen.


2. Typische Probleme bei der Domain-Migration

Viele Fehler passieren, weil scheinbar kleine Details übersehen werden:

  1. DNS-Probleme – falsche oder vergessene Anpassung der Einträge.
  2. E-Mail-Ausfälle – vergessene MX-Einträge oder nicht übertragene Postfächer.
  3. Fehlerhafte Website – fehlende Dateien oder inkompatible Skripte.
  4. Shared Hosting Konflikte – mehrere Websites teilen sich Ressourcen, was beim Umzug zu Ausfällen führen kann.
  5. Nicht funktionierende Datenbanken – fehlende oder falsche Import-Einstellungen.
  6. Sicherheitslücken – z. B. durch fehlende SSL-Zertifikate oder falsche Weiterleitungen.
  7. Kompatibilitätsprobleme – etwa mit PHP-Versionen oder Servermodulen.
  8. Berechtigungsfehler – falsche Dateirechte können Website-Funktionen blockieren.
  9. Fehlende Backups – ohne Sicherung ist eine Wiederherstellung unmöglich.
  10. Wiederherstellungsprobleme – unvollständige oder beschädigte Sicherungsdateien.

💡 Tipp: Mach dir eine persönliche „Fehlerliste“ mit allen Punkten, die in deinem Projekt relevant sind – so kannst du beim Umzug systematisch vorgehen.
Beispiel: Wenn du mehrere Subdomains nutzt, gehören deren DNS-Einstellungen mit in deine Checkliste.


3. Vorbereitung – die halbe Miete

Bevor du irgendetwas umstellst, solltest du deine Hausaufgaben machen.

  • Vollständiges Backup von Website-Dateien und Datenbanken anlegen.
  • DNS-Einstellungen dokumentieren – Screenshots oder Textkopien helfen, Fehler zu vermeiden.
  • Aktuelle Whois- und Lookup-Daten sichern, um bestehende Konfigurationen im Notfall wiederherstellen zu können.

💡 Tipp: Lege dein Backup zusätzlich offline ab – nicht nur auf dem Webserver oder in der Cloud.
Beispiel: Wenn beim Umzug auch der Serveranbieter wechselt, könnte ein Cloud-Backup dort ebenfalls verloren gehen.


4. Der technische Ablauf einer Domain-Migration

Schritt 1: Autorisierungscode (Auth-Code) sichern

Den Auth-Code erhältst du von deinem aktuellen Domain-Registrar. Ohne ihn kannst du die Domain nicht umziehen.

💡 Tipp: Beantrage den Code erst, wenn du startklar bist – er ist meist nur für wenige Tage gültig.
Beispiel: Bei manchen Registraren verfällt der Code nach 7 Tagen.


Schritt 2: Nameserver anpassen

Beim Umzug müssen die Nameserver auf den neuen Hosting-Anbieter zeigen. Diese Änderung erfolgt im Domain-Management deines Registrars.

💡 Tipp: Plane eine Übergangsphase, in der beide Server erreichbar sind – so kannst du im Notfall schnell zurückschalten.
Beispiel: Lege die Website parallel auf dem neuen und alten Server an, bis die DNS-Umstellung vollständig propagiert ist.


Schritt 3: DNS-Einträge aktualisieren

Sobald die Nameserver umgestellt sind, müssen alle relevanten Einträge (A, CNAME, MX, TXT) auf den neuen Server zeigen.

💡 Tipp: Teste DNS-Änderungen zuerst in einer Testdomain oder Subdomain.
Beispiel: Nutze staging.deinedomain.de, um alle Dienste vorab zu prüfen.


Schritt 4: Website-Dateien und Datenbanken übertragen

Kopiere sämtliche Website-Dateien, importiere die Datenbanken und prüfe die Konfiguration (z. B. in WordPress die wp-config.php).

💡 Tipp: Passe interne Pfade und URLs vor dem Livegang an – sonst drohen Broken Links.
Beispiel: In WordPress kann ein Search-&-Replace-Tool helfen, alte Domainpfade in der Datenbank zu aktualisieren.


Schritt 5: E-Mail-Konten umziehen

Vergiss nicht, E-Mail-Postfächer neu einzurichten und ggf. alte Mails zu migrieren.

💡 Tipp: Richte die E-Mail-Konten zuerst beim neuen Anbieter ein, bevor du die MX-Einträge änderst.
Beispiel: So vermeidest du, dass Mails während des Umzugs „ins Leere“ gehen.


Schritt 6: Testphase vor Livegang

Rufe die Website über die IP-Adresse des neuen Servers auf und teste Funktionen, Formulare, Logins und E-Mails.

💡 Tipp: Nutze Tools wie hosts-Datei-Anpassungen, um deine Domain vorab auf die neue IP zu lenken.
Beispiel: So kannst du die Website testen, bevor DNS-Änderungen weltweit sichtbar sind.


5. SEO-Aspekte bei der Domain-Migration

Eine Migration ist auch aus SEO-Sicht heikel – falsch umgesetzt, kann sie zu massiven Rankingverlusten führen.

  • 301-Weiterleitungen von allen alten URLs auf die neuen Zielseiten setzen.
  • Google Search Console über den Umzug informieren.
  • Sitemaps aktualisieren und einreichen.

💡 Tipp: Überwache deine Rankings und Crawling-Fehler in den ersten Wochen täglich.
Beispiel: Tools wie Screaming Frog oder Ahrefs helfen, vergessene Weiterleitungen zu finden.


6. Nach der Migration – Feinschliff und Kontrolle

Selbst nach erfolgreicher Migration ist die Arbeit nicht vorbei:

  • Website-Performance prüfen (Pagespeed-Tools nutzen).
  • SSL-Zertifikate aktivieren.
  • Backups und Sicherheitsplugins einrichten.

💡 Tipp: Notiere dir den Tag der Umstellung – so kannst du im Falle von Problemen genau nachvollziehen, wann Änderungen passiert sind.
Beispiel: Auch kleine SEO-Schwankungen lassen sich so leichter analysieren.


7. Vorteile einer gut geplanten Migration

  • Bessere Performance durch modernen Server.
  • Höhere Sicherheit durch aktuelle Infrastruktur.
  • SEO-Chancen durch konsolidierte Domains und klare Struktur.

💡 Tipp: Nutze den Umzug, um veraltete Technik oder unnötige Altlasten loszuwerden.
Beispiel: Beim Wechsel auf einen neuen Server gleich PHP-Version aktualisieren und Bildoptimierung einführen.

Inhaltsverzeichnis

„Wenn du das Problem richtig beschreiben kannst, hast du auch bereits die Lösung beschrieben.“

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